Verlust des Kindes

Trauer ist unbeschreiblich.

Trauer ist wohl das am Schwersten zu bewältigende Lebensgefühl, mit dem wir konfrontiert werden können.

Es fühlt sich so an, als sei ein Stück von uns selbst gestorben. Man wird seiner Zukunftspläne beraubt.
Es ist nicht "nur" der Verlust Ihres Kindes, Sie haben das Gefühl "ver-stört" zu sein, das macht Sie orientierungslos. Der Schmerz sitzt so tief, alles hat sich verändert, die Zukunftspläne und Träume sind zwangsläufig anders, die Freude und der Lebensmut sind gemildert.
Als verwaiste Eltern hat man weitgehend an Identität verloren. Das Geschehene kann nur schwer oder gar nicht akzeptiert werden.
Wie soll ich das Ereignis annehmen und mich dem stellen, wo ich nicht bereit dazu bin, es akzeptieren zu können...

Jona und Julie


Jona
*15.12.2008 am 04.08.2009 ins Licht gegangen,
Julie
*15.12.2008 am 19.08.2009 Jona ins Licht gefolgt

Seien Sie gut zu Ihrem Körper, der sich verkrampft anfühlt, zu Ihren Augen, die rot vom Weinen sind, zu Ihrem Blick, der leer ist, zu Ihrem Herzen das sich wund anfühlt, zu Ihren Händen, die ins Leere greifen und zu Ihren Beinen, die den Weg nicht mehr wissen.

Sie stehen am Anfang eines langen Weges. Eines Weges, der viele widersprüchliche Gefühle und Gedanken ans Licht bringen wird.
Es kann sich anfühlen, als ob Sie "im Nebel" stehen, so, als ob Ihnen das nicht wirklich passiert sein könnte. Jeder Verlust ist einzigartig und einmalig, dadurch kann sich niemand in Sie hineinversetzen.

Sie haben das Recht zu Trauern!

Solange Sie dafür benötigen, egal wie lange es auch dauert.
Auf diesem langen Weg Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Sie meinen es geht nicht mehr, ist ein Zeichen der Stärke, nicht der Schwäche. Ihre Geschichte, Ihr persönlicher Weg, Ihre ganz eigene Erfahrung, den Verlust in allen Konsequenzen zu begreifen ist zu Beginn nicht möglich.
Es ist schwierig mit den überwältigenden Gefühlen klarzukommen und diese anzunehmen. Erlauben Sie sich diesen tiefen und unbeschreiblichen Schmerz offen zu betrauern.
Ganz gleich, wie aussichtslos Ihnen ihre Situation erscheint, fangen Sie mit Ihrer Trauerarbeit an... auch dann, wenn Sie den Eindruck haben, sich handlungsunfähig zu fühlen. Überwinden Sie sich in kleinen Schritten, ganz kleinen Schritten. Seien Sie gnädig und geduldig mit sich selbst. Gehen Sie bewusst durch Ihren Schmerz.
Es kann Zeiten geben, an denen erscheint der Schmerz unaushaltbar, dann wird es Zeiten geben, zu denen Sie denken, jetzt ist das Gröbste geschafft, um einige Zeit später wieder in dieses dunkle Loch zu fallen.
Man kann den Verlust nicht bewältigen, ohne durch bestimmte Emotionen gegangen zu sein.
Trauer macht verletzlich, aber Trauer ist heilsam, hat einen Sinn und gibt Sicherheit.

Meine berufliche und persönliche Erfahrung werden Sie unterstützen und begleiten, wenn Ihr Weg besonders unwegsam erscheint.
Ich kann Ihnen die Einsamkeit, die Wut und den Schmerz nicht nehmen, aber ich bin Ihnen in Ihrer Trauer nahe, soweit das ein Mensch sein kann, bis sie wieder Licht sehen.

In unseren Trauerseminaren können wir Ihnen eine Stütze sein....
In tiefer Verbundenheit verneige ich mich vor Ihnen...