Verlust des Babys während der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft und die Geburt sind wunderbare und prägende Momente in einer schönen Zeit voller Hoffnungen. Diese Zeit erleben wir voller Erstaunen und Freude auf dieses Wunder, das unser Kind sein wird.Unsere Erwartungen sind groß und wir freuen uns auf das neue Leben und sehen mit Stolz unserer neuen Familie entgegen.

Baby Aber es gibt leider auch unerwartete Situationen auf diesem Weg, der voller Hoffnung war. Es ist die andere Seite der Schwangerschaft und der Geburt. Wenn das eigene Kind stirbt, bleibt die Zeit stehen.
Während dieser Zeit erleben wir, was Traurigkeit, Fassungslosigkeit, Unsicherheit, Angst und Verwirrung wirklich bedeuten. Da ist Schmerz und Leid, wo Freude hätte sein sollen. Während dieser Zeit, in der wir aber auch lernen was bedingungslose Liebe bedeutet, ist es für eine Familie fast unmöglich klar zu denken und zu wissen, was sie für die "Heilung" ihrer Herzen benötigen.

Ich kann Ihnen eine Stütze sein!

"Wenn Du Deine Seele bedrängst, lähmst Du sie. Wenn Du zulässt, was sie jetzt braucht, schenkt sie Dir von innen heraus Verwandlung." -Martin Klumpp, Stuttgart-

Stille Geburt

Die Trauer über den Verlust des Kindes kann gemildert werden, wenn Sie sich Ihr Baby nach der Geburt ansehen. Halten Sie Ihr Baby, berühren Sie es. Haben sie keine Angst davor.
All das kann helfen zu akzeptieren was geschehen ist. Lernen Sie Ihr Baby kennen.

Ein stillgeborenes Baby zu halten und anzuschauen ist eine emotionale Extremsituation. Sie ist schwierig...
Tränen und Schmerz sind nicht nur eine völlig normale Reaktion, sondern auch eine, die wichtig ist.
Auch, wenn Sie im ersten Moment Ihr Baby nicht sehen wollen, "um den Seelenschmerz zu lindern", verschafft man sich nur im ersten Moment "Erleichterung".
Später kann genau dieses zum Trauma führen.

Frühchen Selbst, wenn Ihr Baby Fehlbildungen hat, haben Sie keine Angst davor, sich Ihr Baby anzuschauen und zu berühren. Die Wirklichkeit ist nicht so schlimm wie die Vorstellung der Fehlbildung.

Häufig kommt es zum Wunsch eines Kaiserschnittes. Es scheint unvorstellbar dieses Kind auf natürlichem Wege zu bekommen. Auch diese Reaktion ist normal und natürlich.
Es ist jedoch wichtig, die Geburt bewusst zu erleben. So bewusst, wie es die jeweilige Situation zulässt.
Geben Sie Ihrem Kind einen Namen und benutzen Sie diesen auch, wenn Sie von Ihrem Kind sprechen. Ihr Kind ist Wirklichkeit....

Ich kann Ihnen helfen, individuelle Erinnerungen zu schaffen. Behalten Sie z.B. das Tuch, in dem das Baby eingewickelt sein wird. Vielleicht kommt Ihnen nicht selber die Idee, Fotos zu machen und es hört sich vielleicht auch erst einmal etwas befremdlich an, aber genau dieses hilft nicht nur bei der Trauerarbeit, sondern dient auch als Erinnerung für ein ganzes Leben. Es gibt aber auch viele andere Möglichkeiten, sich persönliche Erinnerungen zu schaffen.

Eine eigene Grabstätte kann hilfreich für die Verarbeitung sein. Manche Eltern möchten vielleicht sogar den Sarg selber gestalten und ihn selber zu Grabe tragen. Es hat etwas Beruhigendes, seinem Kind so einen letzten Dienst zu erweisen.

Ganz gleich, wie alt und schwer Ihr Kind ist, Ihr Kind ist ein Teil von Ihnen. Die Wenigsten werden im ersten Moment begreifen, dass Sie durch diesen Tod Ihrer Zukunftsträume beraubt wurden.
Fehl- und stillgeborene Babys sind in besonderer Weise "unsichtbar". Ausser Ihnen werden nicht viele Ihr Kind sehen. Sie erleben es...

Trauer ist eine Emotion, sie braucht ihre Zeit, sie verändert uns.
Trauer hat einen Sinn und gibt Sicherheit.

"Was nicht angenommen wird, kann nicht geheilt werden" -Gregor v. Nazians-

In so einer extremen Krisensituation ist es nachvollziehbar, dass man voreilige Entscheidungen trifft. Geben Sie sich Zeit und warten Sie, bis Sie sich von dieser Erfahrung erholt haben. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Entscheidung noch einmal zu Überdenken.